Anweisung:
Diese Schröpfgläser werden auf ärztliche Verordnung angewandt.
Geschichte:
Das Schröpfen ist eine jahrtausend alte Heilmethode, die in der Volksmedizin
angewandt wurde. In China verwendete man bereits in den 2 Jh. Rinderhörner zum
Schröpfen.
Wirkungsweise:
Es gibt zwischen den inneren Organen und der Haut Nervenverbindungen. Eine
funktionelle Störung eines Organs kann zu Schmerzen an der Hautoberfläche führen.
Stimuliert man die Hautreflexzonen (Akupunkturpunkte), kann man Einfluss auf die
Funktion des entsprechenden Organs nehmen.
Die Schröpftherapie ist ein Ausleitungsverfahren, vor allem wird das Blut angesaugt,
Abfallstoffe ausgeschieden und Verhärtungen in Haut und Unterhautgewebe gelöst,
innere Organe über die Hautreflexzonen angeregt. Viele dieser Wirkungen können über
Pharmazeutische Produkte nicht erreicht werden. Das Schröpfen setzt auf
körpereigene Stoffe und stärkt das Immunsystem und ist völlig nebenwirkungsfrei.
Wie wird geschröpft?
Das Schröpfen wird in zwei Schröpfformen unterschieden: blutig und unblutig.
Unblutiges Schröpfen (auch trockenes Schröpfen genannt):
Schröpfstellen aufsuchen, Einölen der Haut, Schröpfkopf an die Stelle anlegen, mittels
einer Saugpumpe Vakuum erziehen .Ohne Hautverletzung weiter vorgehen, bis die
Haut und Unterhautgewebe durch den Unterdruck sanft angesaugt werden. Damit der
Schröpfkopf einige Zeit gut auf der Stelle haften bleibet, soll gegebenenfalls die Haut
wieder mit einem Öl eingerieben werden.
Eine andere Form des unblutigen Schröpfens ist die Schröpfmassage. Bei diesem
Verfahren wird zuerst die Großfläche der Haut mit einem Massageöl eingerieben,
den Unterdruck des Schröpfkopfs individuell regulieren, dann fährt der Therapeut die
Schröpfköpfe langsam im Verlauf des Muskels über die Hautreflexzonen.
Beim blutigen Schröpfen wird die Haut zuerst geritzt, dann setzt man die Schröpfköpfe
an. Wie beim Aderlass wird nun das Blut verdünnt und so die Fließfähigkeit erhöht. Die
vorhandenen Giftstoffe werden mit dem Blut aus dem Körper transportiert.
Gebrauchsanleitung :
Die feuerlose Schröpfgläser bestehend aus eine Saugpumpe und Schröpfgläser in
verschiedenen Größen für unterschiedliche Schröpfstellen. Diese Schröpfgläser
verbinden die seit Jahrhunderten geprüften Vorteile der traditionellen Anwendung der
Schröpfgläser mit den Anforderungen der modernen Medizin. Der Unterdruck der
Gläsers ist individuell fein regulierbar. Der hochwertige, medizinisch zugelassene
Kunststoff garantiert die Langlebigkeit der Gläser und erleichtert die
Säuberungsarbeit.
Folgende Körperstelle dürfen nicht geschröpft werden:
- in der Umgebung des Herzens, an großen Blutgefäßen,
- an den Augen, den Ohren ,der Nase, den Brustwarzen, am Magen,
- bei schwangeren Frauen und Geisteskranken
- und bei allgemeinen Hautkrankheiten
Vermeiden soll man:
Stellen, an denen die Haut unmittelbar auf Knochen liegt, damit die Schröpfköpfe nicht
abgehen, also an hervorstehenden Stellen der Schulterblätter, der Wirbelsäule, am
Brustbein und an den Schlüsselbeinen.
Vorbereitung:
1. Vor dem ersten Gebrauch, oder falls die Schröpfköpfe abgehen, soll das Ventil
überprüft werden.
2. Die Schröpfköpfe in Lauwarmwasser lassen oder auf einer Wärmeplatte leicht
anwärmen,
3. Türen und Fenster im Behandlungszimmer zumachen.
4. Der Kranke soll bequem liegen.
5. Die Haut soll mit Vaselin oder Creme (bei der Schröpfmassage mit Massageöl)
eingerieben werden, besonders bei schlanken Personen.
Das Schröpfen
1. Schröpfstellen (Akupunkturpunkte) und dementsprechende Größen der
Schröpfköpfe aussuchen
2. Ventil des Kopfs hochziehen
3. Die Pumpe auf das Ventil anlegen.
4. Das Schröpfkopf an die ausgesuchte Stelle anlegen und an den Körper leicht
Anpressen.
5. Luft aus der Schröpfkopf auspumpen , wobei geeigneten Unterdruck regulieren
6. Die Pumpe aus dem Kopfventil vorsichtig ausziehen. Das Verfahren bei den
nächsten Schröpfköpfen wiederholen.
7. Bei behaarter Haut soll vorher rasiert werden oder einen Gummiring auf dem
Schröpfkopf setzen oder die Haut einpudern.
8. Den Kopf einige Zeit (Erwachsene 10 bis 20 Minuten, Kinder 5 bis 10 Minuten Bei
geschwächten und kränklichen Personen soll der Eingriff kürzer dauern) unter
Unterdruck gut auf der Stell haften lassen.
9. Ventil zum Lösen hochziehen, die Haut am Rande des Kopfes mit
dem Finger leicht eindrücken, den Schröpfkopf vorsichtig entfernen. Achtung:
Nicht reißen und nicht ziehen, damit die Haut nicht beschädigt wird.
10. Die Haut mit Spiritus einreiben, den Kranken überdecken und 20 bis 30 Minuten
in Ruhe lassen. Den Kranken mindestens 2 Tage lang vor Kälte Schützen .
Die Dauer der Schröpfbehandlung
Häufig schröpft man 2-mal die Woche. Daneben kommen auch andere Maßnahmen zur
Anwendung. Sie ist jedoch kein Allheilmittel und wird häufig mit weiteren Verfahren
kombiniert.
Kontraindikationen:
- Unbekannte Geschwulst unter der Haut
- Erkrankungen mit Blutungsneigung
- Nieren- bzw. Herzschwäche, kritische Hypertonie
- Akute Entzündung des betreffenden Hautgebietes
- allergische , eitrige und pilzbedingte Hautentzündung
- Akuter Knochenbruch
- Anämie oder allgemeine Erschöpfung nach langwieriger Krankheit
- Schwangerschaft
- Offene Wunden, Hautverletzungen, Ekzeme, Neurodermitis
Reinigung:
Die Schröpfköpfe müssen hygienisch behandelt werden, um Kreuzinfektionen zu
vermeiden.
Die Reinigung kann beispielsweise mit hochprozentigem Alkohol erfolgen.
Die Schröpfköpfe müssen hygienisch auf der Haut angebracht werden.
Keine beschädigten Schröpfköpfe verwenden.
Wir verweisen Sie diesbezüglich auf die Fachliteratur und auf die gesetzlichen
Bestimmungen!
Krankheiten die mit Schröpfen behandelt werden können:
Hitzeschlag (Behandlung nach dem Hitzeschlag), Durchfall, Kopfschmerzen, zerebrovaskuläre Erkrankungen, Arthritis, Erkältung, Knochenchirurgie Krankheiten, gynäkologische Erkrankungen, Kinderkrankheiten, akute Tonsillitis, chronische Pharyngitis, Zahnschmerzen, Kribbeln, etc.